Baumaschinen der Superlative – die 5 stärksten Baumaschinen der Welt

Von Muldenkippern bis Tunnelbohrmaschinen – die größten Baumaschinen der Welt leisten unglaubliches. Doch welche von ihnen verdient das Prädikat „beste der Welt“? Zur Wahl stehen ganze Bataillone von Baumaschinen, die graben, schaufeln und bohren. Der größte Muldenkipper der Welt, der CAT797F. Der Schleppschaufelbagger CAT8750, der sogar laufen kann. Der Schaufelradbagger von TAKRAF, eine der größten jemals gebauten Maschinen. Der computergesteuerte japanische Radlader von KOMATSU sowie eine TBM – eine deutsche Tunnelbohrmaschine der Firma Herrenknecht, eingesetzt in London.

Gewertet werden diese Giganten in 5 Kategorien: Gewicht, Zuladung, Vielseitigkeit, Motorleistung und Bedienungsaufwand. Welche Baumaschine seine Konkurrenten in diesen Kategorien aussticht, kann als die beste der Welt betitelt werden.

Gewicht

Auf Platz 5 findet sich hier der japanische Radlader wieder. Mit 205 Tonnen ist er der leichteste dieser Giganten. Durch sein geringes Gewicht bringt er jedoch einen entscheidenden Vorteil mit sich: er ist einer der beweglichsten – und damit effektivsten Baumaschinen. Platz 4 belegt der Muldenkipper CAT797F. Mit 624 Tonnen bringt er etwa das dreifache des Radladers auf die Waage. Platz 3 geht an die Tunnelbohrmaschine, die sich mit einem Gewicht von 4800 Tonnen durch Gestein frisst. Platz 2 belegt mit satten 6852 Tonnen der Schaufelradbagger. Noch schwerer ist nur Nummer 1 – der Schleppschaufelbagger CAT8750. Er wird stolz „the big one“ genannt und bringt unglaubliche 7350 Tonnen auf die Waage. 

Zuladung

Welche der 5 kann nun die schwerste Ladung heben? Platz 5 geht an die TBM. Sie bohrt nicht nur, sondern befördert auch den Schutt zu Tage. Sie kann 7 Tonnen in einem einzelnen Arbeitsgang abtragen – bei dieser Arbeit ist Präzision wichtiger als Geschwindigkeit. Der Radlader belegt Platz 4. Er kann in einer Schaufelladung ein Gewicht von 36,3 Tonnen stemmen – was etwa dem Gewicht von 500 Männern entspricht. Platz 3 wird vom Schaufelradbagger belegt. 81 Tonnen werden von ihm abgetragen. Platz 2 geht an den CAT8750, der mit seiner Schaufel eine Ladung von 240 Tonnen bewegen. Sieger in der Kategorie Zuladung ist der Muldenkipper, der sagenhafte 363 Tonnen laden kann. 

Motorleistung

Das Schlusslicht bildet hier der Radlader. Sein 16 Zylinder Dieselmotor bringt 1562 PS mit sich, der Tank fasst 5100 Liter. Platz 4 belegt der Muldenkipper, dessen 20 Zylinder 4000 Pferdestärken entfesseln. An dritter Stelle ist die Tunnelbohrmaschine platziert. 23 Elektromotoren bringen es auf insgesamt 4168 PS. Platz 2 geht mit fast doppelt so vielen Pferdestärken an den Schleppschaufelbagger, der es auf unglaubliche 9900 PS bringt. Knapp geschlagen wird er nur von der Nummer 1, die 50 PS mehr mit sich bringt: der Radschaufelbagger kommt auf 9950 PS.

Vielseitigkeit

Wie viele Funktionen können die Konkurrenten gleichzeitig durchführen? Auf Platz 5 kommt hier der Muldenkipper CAT797F – seine einzige Funktion ist der Transport von Abraum. Das jedoch macht er hervorragend, nicht zuletzt weil dabei 7 Boardcomputer helfen. Platz 4 belegt sein großer Vetter, der CAT8750. Der Schleppschaufelbagger hat ein Repertoire von 2 Funktionen: schürfen und schwenken. Auf Rang 3 ist der Schaufelradbagger von TAKRAF. Er erfüllt die selben Funktionen wie der Schleppschaufelbagger, hat jedoch zusätzlich ein Förderband, das den Abraum nach hinten wegschafft. An 2. Stelle befindet sich der Radlader von KOMATSU. Er schürft und transportiert nicht nur, seine dritte Funktion ist die Selbstdiagnose. Während er in Betrieb ist, werden Signale jedes einzelnen Teils an den Hersteller übermittelt. So wird sichergestellt, dass alles optimal funktioniert.

Somit geht Platz 1 an die TBM, sie gräbt nicht nur und bewegt sich vorwärts, sie baut auch gleichzeitig den Tunnel mit Betonplatten aus. Zudem bestimmt sie eigenständig den Kurs, den sie einschlägt – ein Meisterwerk der Technik.

Bedienungsaufwand

Welche Maschine braucht am wenigsten Personal? Platz 5 nimmt zum 2. Mal die Tunnelbohrmaschine ein. Für ihren Betrieb werden 20 Personen benötigt. Platz 4 mit einem 8 Mann starken Team geht an den Schaufelradbagger. Rang 3 geht an den Schleppschaufelbagger mit 4 Mann, die ihn steuern. Rang 1 wird geteilt vom CAT797F und dem Radlader von KOMATSU, die beide nur jeweils eine Person zum Betrieb benötigen – den Fahrer. 

Auswertung

Gewertet wurden Gewicht, Zuladung, Motorleistung, Vielseitigkeit und Personalaufwand. Doch welcher der fünf Giganten sticht in der Gesamtwertung all seine Konkurrenten aus? Der Schleppschaufelbagger – ein Muskelprotz, der seinen Beinamen „the big one“ durchaus verdient. Eine einzigartige Baumaschine, die auf die Seite gekippt fast so groß wie ein Wolkenkratzer ist und insbesondere durch sein Gewicht und seinen geringen Bedienungsaufwand besticht.