Der Traum vom Hausbau – für viele Menschen ein echtes Abenteuer und lange gehegter Wunsch. Verständlich, bedenkt man die vielen Vorteile, die ein eigenes Heim mit sich bringt: seinen Stellenwert als sichere Kapitalanlage in Zeiten globaler Finanzkrisen und Niedrigzinsen, seine Funktion als Absicherung für das Alter, sowie die Freiheiten, die sich durch das individuelle Design des Hauses oder der Unabhängigkeit von den Vorschriften des Vermieters ergeben. Die Umsetzung dieses Traums erfordert jedoch sorgfältige Planung und vor allem schweres Gerät. Deshalb sollten sich zukünftige Bauherren sehr genau überlegen welche Geräte benötigt werden, und wie lange Sie die Baumaschinen zur Miete benötigen.

Erdarbeiten

Generell werden verschiedene Baumaschinen in den unterschiedlichen Stadien des Rohbaus benötigt. Zu Beginn kommen Erdbaugeräte zum Einsatz. Unter Umständen muss zunächst das Grundstück von Büschen, Bäumen und Wurzelwerk befreit werden, was den Einsatz von Motorsäge und Bagger nötig macht. Meist kommen Kettenbagger mit Hydraulikzylinder zum Einsatz, die aus einem fahrbaren Unterwerk und einem vollständig drehbaren Oberwagen bestehen, welcher den Baggerlöffel oder andere Anbaugeräte bewegt. Eine Alternative ist der Mobilbagger, der auf öffentlichen Wegen gefahren werden darf, ohne von einem anderen Fahrzeug transportiert werden zu müssen. Kompaktbagger eignen sich hingegen besonders für Garten- und Landschaftsbauten mit eingeschränkten Platzverhältnissen. Dabei wird der Minibagger, mit einem Gewicht von nur 1 bis 5 Tonnen,  insbesondere für Gartenarbeiten eingesetzt.

Abtransport 

Ein Bagger wird auch für den nächsten Schritt, den Aushub, gebraucht. Insbesondere bei der Anlage eines Kellers werden große Mengen Erde ausgehoben, welche von einem Baustellenkipper abtransportiert werden müssen. Ein Baustellenkipper ist ein LKW mit offener Ladefläche, die durch Kippen nach hinten oder zur Seite entleert werden kann. Alternativ kann auch ein Radlader zum Einsatz kommen. Der Vorteil des Radladers besteht hierbei in der Möglichkeit des raschen Transports von Baugütern und Schutt über kurze Strecken. Ein besonders kleines und leichtes Modell ist der Kompaktlader. Der Baggerlader ist ein spezielles 2-in-1-Modell, das die Vorzüge des Baggers mit denen des Radladers kombiniert: Vorne eine Ladeschaufel, hinten ein Baggerlöffel oder andere Anbaugeräte. 

Übrigens: Welche Baumaschinen Sie selbst fahren dürfen, erfahren Sie hier

Bau in die Höhe

Beim Bau größerer Gebäude kommt ein Kran zum Einsatz. Ein durchschnittliches Einfamilienhaus kann meist auch mit einem Seilzug errichtet werden, um das Material in die Höhe zu befördern. Dies erleichtert die schwere körperliche Arbeit und verringert zudem die Gefahr die entsteht, wenn Lasten über das Baugerüst nach oben transportiert werden. 

Betonarbeiten

Ebenso unabdingbar sind Maschinen für Betonarbeiten auf einer Baustelle, da dieser für den Rohbau in sehr großen Mengen verbraucht wird. Fahrmischer beispielsweise transportieren frischen Beton in rotierenden Trommeln, wobei je nach Größe des LKWs 6 bis 12 Kubikmeter Beton geladen werden können. Ein Trommelmischer hingegen stellt den Beton direkt auf der Baustelle durch Mischen von Zement Sand oder Kies und Wasser her.  Diese können etwa 80 bis 250 Liter fassen. 

Unterstützendes Gerät

Rüttelplatten dienen der Verdichtung großer Flächen, während Stampfer für kleinere Stellen hervorragend geeignet sind. Da auf einer Baustelle ebenso Strom benötigt wird, ist die Anschaffung eines Stromaggregats sehr wichtig. Bauzäune schützen vor unbefugtem Betreten und sichern die Baustelle ab. Kleine Geräte wie Bohrhammer, Heizgeräte und Hochdruckreiniger kommen ebenfalls zum Einsatz. Viele Baumaschinen sind nicht zur Fahrt auf öffentlichen Straßen zugelassen und müssen deshalb mit einem Tieflader transportiert werden. 

Der Einsatz all dieser Maschinen bringt den Traum vom Eigenheim ein Stückchen näher. Nach Fertigstellung des Rohbaus müssen noch die meist kleineren Geräte und Maschinen für den Innenausbau und die Ausstattung des neuen Eigenheims ausgewählt werden. Stichsägen, Fliesenschneider und andere kleine Helfer bietet jeder Baumarkt an. Größere Baumaschinen können extern angemietet werden. Viele Anbieter ermöglichen auch die Lieferung direkt zur Baustelle. Übrigens gilt grundsätzlich: Das Führen von Kraftfahrtzeugen auf Privatgelände erfordert keine amtliche Fahrerlaubnis!